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Microsoft 365: EWS-Abschaltung ab Oktober 2026 – Was Admins jetzt wissen müssen

Microsoft 365: EWS-Abschaltung ab Oktober 2026 – Was Admins jetzt wissen müssen

Moderne Cloud-Sicherheit verlangt stetige Anpassung. Um Schnittstellen zukunftssicher, performant und widerstandsfähig gegen Angriffe zu halten, verabschiedet sich Microsoft von veralteten Protokollen. Konkret trifft es die Exchange Web Services (EWS): Microsoft schaltet den Standardzugriff über EWS in Exchange Online zum 1. Oktober 2026 ab. Für IT-Abteilungen bedeutet das Handlungsbedarf – insbesondere bei Drittanbieter-Tools, Legacy-Skripten und älteren Mail-Clients. Erfahre in diesem Blog-Post alles über die Microsoft 365 EWS Abschaltung.

Der Zeitplan im Überblick

  • 1. Oktober 2026: EWS wird standardmässig für alle Tenants deaktiviert. Nicht migrierte Anwendungen verlieren den Zugriff auf Postfächer, sofern keine explizite Ausnahme konfiguriert ist
  • Bis 31. März 2027 (Übergangsphase): Administratoren können den EWS-Zugriff via PowerShell gezielt verlängern, müssen erlaubte Anwendungen jedoch zwingend einschränken
  • 1. April 2027 (Hard Cut): EWS wird in Exchange Online endgültig und ohne Ausnahmen vollständig ausser Betrieb genommen

    Übergangslösung: Ausnahmeliste für unverzichtbare Programme

    Um geschäftskritische Legacy-Tools nicht über Nacht lahmzulegen, stellt Microsoft eine temporäre Kontrollmöglichkeit bereit: Admins können den Zugriff über Exchange Online PowerShell reaktivieren, müssen dabei aber eine Allowlist mit spezifischen App-IDs pflegen (EwsAllowedAppIDs). Damit lässt sich der Zugriff dediziert auf ausgewählte Programme bis maximal Ende März 2027 begrenzen. Weitere Details und Syntax-Beispiele beschreibt Microsoft im Exchange Team Blog zur EWS-Abschaltung.

    Stolperfalle: Legacy Outlook für Mac

    Ein besonders heikler Sonderfall betrifft macOS-Umgebungen: Das altbekannte „Legacy Outlook für Mac“ basiert vollständig auf der auslaufenden EWS-Schnittstelle. Da Microsoft diesen Client von den administrativen Ausnahmelisten ausschliesst, droht hier bereits am 1. Oktober 2026 der sofortige Synchronisationsstopp. Das alte Outlook für Mac profitiert also nicht von der Verlängerungsoption bis 2027.

    Betroffene Nutzer müssen zwingend vor Oktober 2026 auf das „Neue Outlook für Mac“ (Schalter oben rechts in der App) migrieren. Dieser Client kommuniziert über moderne Schnittstellen wie Microsoft Graph. Mehr dazu im Microsoft-Supportartikel: End of Support for Legacy Outlook for Mac.

    To-Do-Liste für die IT

    Damit es ab Oktober 2026 zu keinen bösen Überraschungen bei euren Mailflows oder Anbindungen kommt, lohnt sich eine frühe Bestandsaufnahme. Mit den folgenden Schritten bringt ihr eure Umgebung rechtzeitig auf die sichere Seite:

    1. Audit & Monitoring: Überprüft über die Entra-ID-Anmeldeprotokolle und Message-Trace-Reports, welche Dienstkonten, Archivierungssysteme, ERPs oder Monitoring-Tools noch EWS-Anfragen an Exchange Online senden.
    2. Mac-Clients inventarisieren: Prüft den Rollout-Status des neuen Outlook für Mac in eurer Geräteverwaltung (zum Beispiel via Intune oder Jamf) und stellt betroffene User rechtzeitig um.
    3. Entwickler & Vendors kontaktieren: Plant die Migration von Eigenentwicklungen auf die Microsoft Graph API ein und fordert von euren Drittanbietern zeitnah Graph-kompatible Updates an.
    4. Ausnahmeliste vorbereiten: Definiert die nötigen App-IDs für EwsAllowedAppIDs, falls ihr einzelne Systeme nicht bis Oktober 2026 portieren könnt.

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